Kundenfang durch ES-CLUB Vorsicht! König Kunde!


Gepostet von Lindau_Sebastian ® , Dec 09,2005,00:53 Antwort verfassen      Forum
Guten Abend!

Ich würde hier gerne etwas über die bei mir angewandte "Kundenfangmethodik" der Firma ES-Club aus Nürnberg schreiben, welcher ich durch Gutgläubigkeit zum Opfer gefallen bin. Ich hoffe das ich durch diese Publizierung weitere Menschen davor bewahren kann den gleichen Fehler wie ich zu machen, bzw. das diese Firma zur Rede gestellt wird.
Am 06.09.2005 wurde ich vor dem Leipziger Hauptbahnhof durch eine Mitarbeiterin des oben genannten Unternehmens angesprochen, ob ich Interesse daran hätte, günstig zu Reisen und ebenso günstig KfZ-Ersatzteile erwerben zu können. Da ich etwas Zeit hatte, dachte ich mir "also gut, warum nicht?". Ich hatte mit der jungen Frau also ein etwa 15-Minütiges Gespräch, in dessen Verlauf mir die vielen Vorteile einer Mitgliedschaft im ES-Club dargelegt wurden. Das waren vor allem allerlei Vergünstigungen rund um`s Auto. Am Ende des besagten Gesprächs habe ich dann den Fehler gemacht, einen Antrag auf Mitgliedschaft zu Unterschreiben. Allerdings habe ich die junge Dame, bevor ich mein Signum unter diesen Antrag gesetzt habe, mehrfach gefragt ob ich mit meiner Unterschrift bereits irgendwelche Verpflichtungen eingehen würde. Dieses wurde von der Beraterin ebenfalls mehrfach verneint. Zusätzlich fügte Sie noch an, das ich einen "Bestätigungsvertrag" nach Hause geschickt bekäme, auf dem ich mir die besprochenen Punkte nochmals in Ruhe durchlesen kann. Erst wenn ich diesen "Bestätigungsvertrag" unterschrieben an ES-Club zurückschicken würde, käme eine tatsächliche Mitgliedschaft zustande. Im Anschluß daran tat sich dann etwa 3 Wochen lang garnichts. Bis ich Ende September einen am 28.09.2005 aufgesetzten Brief vom ES-Club in meinem Postkasten fand. Allerdings handelte es sich bei diesem Schreiben nich um einen, von besagter Beraterin angekündigten "Bestätigunsvertrag", sondern um ein Willkommensschreiben. Man begrüßte mich Herzlich als neues Mitglied im ES-Club und teilte mir sogleich mit, das der Mitgliedsbeitrag "vereinbarungsgemäß" von meinem Konto abgebucht wird. (Ich muß dazu sagen, das ich für den "Bestätigungsvertrag" meine Kontodaten angegeben hatte, mit der Einverständnis zum Lastschrifteinzug im Falle einer Mitgliedschaft) Ich ging sofort zur Bank und machte die Lastschrift rückgängig. Anschließend setzte ich ein Schreiben auf, indem ich wegen Arglistiger Täuschung den "Vertrag" angefochten habe, und mit sofortiger Wirkung kündigte. Wenig später kam ein Brief zurück, in dem stand das ich eine 2-Wöchige Widerrufsfrist gehabt hätte und von dieser nicht Gebrauch gemacht habe. Deshalb bleibt die Mitgliedschaft bestehen. Das stimmte zwar was der ES-Club da schrieb. Allerdings erfuhr ich ja erst nach 3 Wochen, das ich überhaupt Mitglied bin - da war die Widerrufsfrist allerdings bereits seit einer Woche verstrichen. Durch diesen Trick von ES-Club waren mir rechtlich die Hände gebunden. Es herrschte dann noch eine Zeitlang Briefverkehr, bei dem mich von diesem dubiosen Unternehmen vor allem Mahnungen erreichten. Zu meinem eigentlichen Vorwurf der Arglistigen Täuschung wurde niemals Stellung bezogen. Man berief sich immer wieder nur darauf, das ich doch eine Widerrufsfrist gehabt hätte. Im letzten Schreiben von ES-Club wurde mir zusätzlich noch ein gerichtliches Verfahren sowie die Einschaltung eines Inkasso-Unternehmens angedroht, wenn ich nicht bis 13.12.2005 die ausstehenden 159,00 Euro zahlen würde. Aufgrund des eingehenden Studiums von Gesetzestexten sowie des Konsultierens eines erfahrenen Juristen mußte ich leider feststellen, das die Form der Arglistigen Täuschung, wie Sie von der betreffenden Beraterin bei mir angewandt wurde, kaum zu beweisen ist. Deshalb habe ich mich nun vor kurzem zähneknirschend dazu entschieden, den Beitrag zu zahlen. Allerdings hoffe ich, das ich durch die Publizierung dieses Vorfalls zumindest eine Art von moralischer Genugtuung bekomme. Desweiteren hoffe ich, das die Redaktion die verehrten Damen und Herren von ES-Club zur Rede stellt. Ich wäre sehr Interessiert daran zu hören, was die dazu zu sagen haben. Auch wenn das ganze nur der Fehler eines einzelnen Mitarbeiters gewesen sein sollte, nimmt es diese Firma ja ganz offensichtlich zumindest billgend hin.

Mit freundlichen Grüßen Sebastian Lindau



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